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Hund hat Flöhe: Was tun? – Diese Mittel helfen wirklich

Was tun, wenn der Hund von Flöhen befallen ist? Wie sich ein Flohbefall erkennen lässt, welche Mittel und Hausmittel wirklich helfen und ob die Schädlinge auf uns Menschen übertragbar sind.

Wie erkennt man Flöhe beim Hund?

Der Befall durch den Hundefloh lässt sich an verschiedenen Symptomen erkennen. Diese können sowohl einzeln als auch in Kombination auftreten. Für eine verlässliche Diagnose sollten Sie immer einen Tierarzt konsultieren. Hier eine Übersicht über gängige Symptome beim Befall des Hundes durch Flöhe:

  • Nervosität: Der Hund wirkt infolge des Flohbefalls unruhig und nervös.
  • Häufiges Kratzen: Wenn sich der Hund häufiger kratzt als üblich, deutet das auf Juckreiz hin. Der Befall durch Flöhe kann eine Ursache für den Juckreiz sein.
  • Hautverletzungen und Fellschäden: Ein anhaltender Flohbefall führt zu entsprechend andauerndem Kratzen. Dieses Verhalten kann zu Hautverletzungen und Fellschäden führen.
  • Floheier und Flohkot: Wenn Sie Ihren Hund kämmen, sind sowohl die Eier als auch die schwarzen Kotkrümel der Flöhe deutliche Hinweise auf den Flohbefall.
  • Sichtbare Flöhe: natürlich deuten auch die Hundeflöhe selbst auf einen Flohbefall hin. Die lästigen Tiere sind etwa 3 mm groß, was dem Durchmesser eines Stecknadelkopfs entspricht. Die Farbe ist meist bräunlich. Durch andere kleine Insekten unterscheiden sich Flöhe durch ihr enormes Sprungvermögen. Der Hundefloh kann mehr als einen halben Meter hoch springen.

Hausmittel gegen Flöhe

Flöhe im Hundefell

Sie müssen nicht zwingend zu einer veterinärmedizinischen Behandlung greifen. Es gibt mehrere wirksame Mittel, die sie selber probieren können:

Badezusätze und Shampoos

Der Floh mag kein Wasser, sodass das Baden des Hundes mit einem Hundeshampoo sich bereits als hilfreich erweist. Noch wirksamer ist ein spezielles Flohshampoo für den Hund. Durch Badezusätze mit ätherischen Ölen lässt sich die Flohabwehr ein weiteres Mal intensivieren.

Essigdusche

Essig ist ein wirksames Hausmittel gegen Flöhe. Man fertigt eine Mischung aus Essig und Wasser im Verhältnis 1:1 an und besprüht den Hund damit. Die Mischung darf nicht in die Augen des Hundes gelangen. Außerdem sollte der Essiggeruch wieder ausgewaschen werden. Er belästigt die Hunde mit ihren empfindlichen Nasen.

Zitronenwasser

Anstelle von Essig können Sie als Mittel zum Einsprühen auch Zitronenwasser verwenden. Die Anwendung ist dieselbe, allerdings ist die Wirkung nicht ganz so intensiv. Der Vorgang sollte täglich für den Zeitraum von einer Woche wiederholt werden, um die Hundeflöhe loszuwerden.

Regelmäßiges Kämmen

Durch regelmäßiges und gründliches Kämmen entfernt man einen Großteil der Hundeflöhe auf mechanische Weise. Für die Prozedur empfiehlt sich ein spezieller Flohkamm für Hunde. Bei Hunden mit starkem Unterfell können Sie vorbereitend auch eine Unterfellbürste einsetzen.

Textilien waschen

Der Hundefloh versteckt sich gerne in Textilien wie Hundekissen und Hundedecken. Durch Waschen in der Waschmaschine lassen sich die Hundeflöhe zuverlässig entfernen. Die Waschtemperatur sollte für ein einwandfreies Ergebnis 60 °C nicht unterschreiten.

Produkte gegen Flöhe beim Hund

Neben den oben beschriebenen Methoden der Bekämpfung von Hundeflöhen können Sie auch zu einem biochemisch wirkenden Mittel der Abwehr und Prävention greifen. In Frage kommen hier vor allem Flohhalsbänder und Tropfen.

Halsbänder

Ein Floh- und Zeckenhalsband soll den Hund dauerhaft vor dem Befall durch diese Ungeziefer schützen. Die Abgabe des Repellents in den Halsbändern erfolgt kontinuierlich. Die Wirkung kann mehrere Monate anhalten, wenn sich der Wirkstoff in der Haut des Hundes abgesetzt hat.

Spot-On Tropfen

Bei den Tropfen gegen Hundeflöhe handelt es sich um sogenannte Spot-Ons. Ein bekannter Anbieter ist beispielsweise Frontline. Das Spot-On tragen Anwender am Hals des Hundes auf. Die Wirkungsdauer liegt meist bei mehreren Wochen, schwankt aber von Produkt zu Produkt. Es ist wichtig, die Dosierungsempfehlung exakt einzuhalten. Achten Sie außerdem darauf, dass die Tropfen zu der Rasse und Größe Ihres Hundes passen.

Ultraschall

Ein weiteres Produkt, um Flöhen bei den geliebten Vierbeinern vorzubeugen, besteht in Ultraschallgeräten. Diese lassen sich an das Halsband der Tiere anbringen. Sie senden Schallwellen auf einer Frequenz, die für Mensch und Haustier nicht hörbar sind. Auf Flöhe hingegen wirken die Töne abschreckend. Auch wenn einige Hundebesitzer über positive Erfahrungen berichten, gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg für die Wirksamkeit von Ultraschall als Bekämpfungsmittel.

Gehen Hundeflöhe auf Menschen?

Der Hundefloh bevorzugt Hunde als Wirtstiere, daher sein Name. Den Menschen betrachtet er eher als einen schlechten Ersatz für den Hund. Deshalb kommt es eher selten vor, dass die Flöhe vom Hund auf den Menschen wechseln. Ausgeschlossen ist es jedoch nicht. Vor allem, wenn Sie große körperliche Nähe zu Ihrem vierbeinigen Freund pflegen, kann der Wechsel auch unbeabsichtigt erfolgen.

Eine Fortpflanzung von Hundeflöhen ist auf Menschen nicht möglich. Beißen können die ungebetenen Besucher Menschen aber durchaus. Flohbisse sind als gerötete, punktartige Verfärbungen der Haut zu erkennen, die stark jucken. Im schlimmsten Fall kann es infolge einer Flohspeichelallergie zur Ausbildung von Ekzemen kommen.